Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf das Tax Shelter: der Tax-Shift-Effekt

Die in mehreren Etappen durchgeführte Unternehmenssteuerreform senkt die Unternehmenssteuer auf unter 30%.

Die in mehreren Etappen durchgeführte Unternehmenssteuerreform senkt die Unternehmenssteuer auf unter 30%. Wir haben in einem früheren Beitrag eine Prognose zu ihren Auswirkungen auf das Tax Shelter gestellt. Die Anpassungen waren zwar vom Gesetzgeber vorhergesehen worden, um eine steuerliche Rendite ähnlich der des Anlegers zu gewährleisten. Aber wie ist es heute um die Märkte bestellt? Die ersten Zahlen der Erhebung 2018 liegen vor, und die Verlangsamung wird offensichtlich. Ein Gesetzesvorschlag, der die Einführung zusätzlicher Korrekturen vorsieht, ist hinterlegt worden. Die bevorstehenden Änderungen werden vom Sektor mit Ungeduld erwartet.

Die Mittelbeschaffung 2018: die Anzeichen für eine Verlangsamung

Wenn die Investoren auch mittels eines steuerlichen Ertrags und der Zinszahlung immer noch von einem potentiellen Nettogewinn von fast 10% profitieren können, so war die Mittelbeschaffung für 2018 gegenüber dem Jahr zuvor doch um ungefähr 15% rückläufig (Zahlen von SCOPE). Auf dem Prüfstand: die Auswirkungen der Ausdehnung des Tax Shelter auf die darstellende Kunst und die Begeisterung, die diese auf Kosten des audiovisuellen Sektors hat hervorrufen können - 25% der eingesammelten Mittel -, aber auch und vor allem der Niederschlag der Unternehmenssteuerreform. Sie hat für die dem ermäßigten Steuersatz unterworfenen KMU unter einer bestimmten Rentabilitätsschwelle eine steuerlich unattraktivere Tax-Shelter-Transaktion und für die Großunternehmen eine um 13% niedrigere Investitionskapazität mit sich gebracht. Es sei daran erinnert, dass die 2017 verabschiedeten Maßnahmen zur Anhebung des Freistellungsprozentsatzes nicht mit einer Korrektur der Obergrenze von 750.000 Euro für steuerbefreite Beträge einhergegangen sind. Ein am 6. Februar 2019 hinterlegter neuer Gesetzesentwurf sieht vor der zweiten Phase der Unternehmenssteuerreform, die das Tax-Shelter-System noch anfälliger hätte machen können, zahlreiche notwendige Korrekturen vor.

Erwartete Änderungen: der neue Gesetzesentwurf kurz dargestellt

Um eine „Kohärenz“ mit dem „vor der Unternehmenssteuerreform erdachten“ Konzept zu gewährleisten, ist die Obergrenze von 750.000 Euro angehoben und sind die für die Befreiung infrage kommenden Beträge angepasst worden.

Um Investitionsniveaus zu gewährleisten, die denjenigen im Berichtszeitraum zuvor entsprechen, wird der befreite Höchstbetrag je nach dem Steuersatz, der für den unter die Befreiung fallenden Besteuerungszeitraum gilt (29 bzw. 25%), auf 850.000 Euro und 1.000.000 Euro angehoben. Die Änderung müsste folglich eine Aufrechterhaltung der Investitionskapazität pro Unternehmen und pro Jahr von ungefähr 240.000 Euro ermöglichen (gegenüber 210.000 Euro nach der vorherigen Konstellation von 750.000/3,56). Diese Bestimmung tritt übrigens rückwirkend ab dem Geschäftsjahr 2019 in Kraft.

Für die Investoren, die nicht genügend steuerbaren Gewinn erzielt haben, um die Befreiung auf ihre gesamte Investition anwenden zu können und die sich folglich zu einer Verschiebung auf spätere Besteuerungszeiträume mit niedrigerem Zinssatz gezwungen sehen, werden ebenfalls Anpassungen vorgeschlagen, sodass ein Ertragsrückgang vermieden wird. In der Praxis wird ein Multiplikator auf die Summe der Beträge angewandt werden können, die nicht Gegenstand einer Befreiung sein konnten. Die Berechnung erfolgt so unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der während des Besteuerungszeitraums der Unterzeichnung des Rahmenvertrags durch den Investor in Kraft war, und desjenigen, der während des Zeitraums der Tätigung des Transfers gilt.

Wetten wir, dass diese Änderungen den Unternehmen einen Anreiz bieten können, auch bei einem abgesenkten normalen Steuersatz ebenbürtige Beträge zu investieren.

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